Bernhard Kretzschmar:
"Ein Sekretär gesucht" (Viel Lärm um Nichts), 1935
Aquarell und Tusche auf Papier, 48.5 x 63.5 cm
monogrammiert und datiert
Provenienz: Künstler-Nachlass (Hilde Stilijanov-Kretzschmar)
Detailreich ausgearbeitete Komposition zu der späteren Radierung von 1938 "Ein Sekretär gesucht" aus der bedeutenden Radier-Folge "Um einen Menschen"
Ausstellung: Bernhard Kretzschmar. Malerei und Graphik. Ausstellung der Staatlichen Museen zu Berlin, Nationalgalerie und der Akademie der Künste der DDR, Berlin 1974
Literatur:
Fritz Löffler. Bernhard Kretzschmar, Dresden 1975, s. bes. S. 48 und 49, sowie Abbildungen Nr. 100 und 205
Bernhard Kretzschmar. Malerei und Graphik. Katalog zur Ausstellung der Staatlichen Museen zu Berlin und der Akademie der Künste, Berlin 1974, S. 88, sowie Tafel 29 und S. 16
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Bernhard Kretzschmar

   
Geboren 29. Dezember 1889 in Döbeln
Gestorben 16. Dezember 1972 in Dresden
   
1909

Studium an der Kunstgewerbeschule Dresden

1911-1913 Reise nach Süddeutschland und in die Schweiz. Beginn des Studiums an der Kunstakademie in Dresden bei Robert Sterl, Richard Müller (1912) und ab 1913 bei Oskar Zwintscher. Erster öffentlicher Auftrag für das Rathaus in Döbeln, öffentliche Ankäufe. Freundschaft mit August Böckstiegel und Conrad Felixmüller.
1914-1917

Meisterschüler von Carl Bantzer. Malreisen in Deutschland.
Freilichtmalerei und Linolschnitte

1917-1918

Sanitätssoldat im 1. Weltkrieg

1919-1920

Meisterschüler bei Robert Sterl. Atelier als freiberuflicher Maler in Dresden, Brühlsche Terrasse.
Bekanntschaft mit Julius-Meier-Graefe. Expressionistische Phase

1920-1931

Als freischaffender Maler in Dresden. Neben Gemälden und Aquarellen mehrere Radier-Folgen, u.a. 1922 "Tod eines Sekretärs". Ausstellungen in Dresden, Berlin, Amsterdam, Paris und Amerika. Zahlreiche Landschaftsgemälde

1932

Gründung der Dresdner Sezession

1933-1934 Radierungs-Zyklus "Um einen Menschen".
Preis im Wettbewerb für das Deutsche Museum
1936 Ausstellung des Carnegie-Instituts, Pittsburgh
1937 Beschlagnahmung von 47 seiner Werke aus deutschen Museen als "entartet"
1942-1944 Sommer-Aufenthalte in Galizien und Ausstellungen in Krakau.
1945 bei dem Bombenangriff auf Dresden Vernichtung eines Teils seines Werkbestands
1946 Ernennung zum Professor
1949 Reise durch Norddeutschland
1952 Beginn der jährlichen Sommerreisen an die Ostsee und Ahrenshoop
mit Wilhelm Lachnit und Karl Kröner
1954 Reise nach China (Peking, Shanghai, Hantschou). Ausstellung "China erlebt von deutschen Künstlern" in der Akademie der Künste Berlin
1955-1971 Ausstellungen in Dresden, Moskau, Berlin, Hamburg, Bukarest.
Reisen nach Westdeutschland und Bulgarien.
1970 Ernennung zum Korrespondierenden Mitglied der Akademie der Künste der DDR
1972 am 16. Dezember gestorben in Dresden

 

Werke befinden sich u.a. in folgenden Museen und öffentlichen Sammlungen:

Lindenau-Museum, Altenberg
Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie, Berlin
Städtische Kunstsammlung, Chemnitz
Staatliche Kunstsammlungen, Galerie Neue Meister, Dresden
Staatliche Kunstsammlungen, Kupferstichkabinett, Dresden
Medizinische Akademie "Carl Gustav Carus", Dresden
Museum Junge Kunst, Frankfurt/O.
Staatlche Galerie Moritzburg, Halle
Museum der Bldenden Künste, Leipzig
Puschkin-Museum, Moskau
Staatliches Museum, Schwerin
Städtisches Museum, Zwickau

Literatur:

  • Bernhard Kretzschmar. Malerei und Graphik. Katalog zur Ausstellung der Staatlichen Museen zu Berlin und der Akademie der Künste, Berlin 1974
  • Bernhard Kretzschmar 1889-1989. Katalog zur Ausstellung der Staatlichen Kunstsammlung Dresden, Galerie Neuer Meister, Dresden 1989
  • Fritz Löffler: Bernhard Kretzschmar, Dresden 1985
  • Die Sammlung Frank Brabant. Deutsche Malerei und Grafik des 20. Jahrhunderts, Katalog zur Ausstellung im Staatlichen Museum Schwerin, Berlin 1993
  • Gudrun Schmidt: Bernhard Kretzschmar. Werkverzeichnis der Druckgrafik 1914-1969,
    Leipzig, o.J. (um 1981)
  • Diether Schmidt: Bernhard Kretzschmar. Maler und Werk, Dresden 1970

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